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Die Gold Geschichte:
Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierung machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv.
Aufgrund seiner Farbigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, welcher der Beständigkeit des Glanzes zugrunde liegt, der Seltenheit und auffallenden Schwere wurde es in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit.
Seit alters her war Gold in Europa, Asien und Afrika sehr begehrt. Die Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis stellt die wohl früheste dokumentierte weite Seefahrt der Griechen dar. Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten während Moses die Zehn Gebote empfing und vom Goldland Ophir. Die Gier nach Gold wurde zum Grund für Kriege und Eroberungszüge. Der Traum der Alchemisten des Mittelalters war die Herstellung von Gold.
Auch in Südamerika und Mesoamerika begannen die Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. So verfügten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des 1. Jahrtausends über eine hoch entwickelte Kultur der Goldverarbeitung, die die Legierungsbildung (Tumbago und Vergoldung) einschloss. Für rituelle Zwecke wurden Gegenstände von mehreren Kilogramm Gold hergestellt.
Mit kerntechnischen Methoden kann man Gold in der Goldsynthese prinzipiell auch künstlich herstellen.
Die Goldlegierung:
Gold ist ein sehr weiches Material. Deshalb wird es meist mit anderen Materialien wie Kupfer, Silber oder Zink vermischt um eine stabile Grundlage wie z.B. für Ringe zu bilden. Diese Art nennt man Legierung. Legierungen bei Gold werden meist in Karat oder Tausendstel angegeben.
1000 Tausendstel = pures Gold
24 Karat entsprechen 999,9 Tausendstel (999er Gold)
18 Karat entsprechen 750 Tausendstel (750er Gold)
14 Karat entsprechen 585 Tausendstel (585er Gold)
8 Karat entsprechen 333,3 Tausendstel (333er Gold)
Das Anlaufen:
Meist tritt ein Anlaufen beim Tragen von niedrigen Karat-Zahlen wie 8, 14 oder 18 Karat auf. Es führt dazu, dass Sie schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung haben oder sich der Goldschmuck verfärbt. Das Anlaufen ist aber nicht auf die Qualität des Schmuckes zurück zu führen! Dies ist einer der größten falschen Rückschlüsse der Menschen.
Das Anlaufen von Gold liegt an dem Zustand des Goldes. Es würde bei reinem Gold nicht
passieren. Reines Gold ist wie oben beschrieben jedoch zu weich um es zu Schmuck zu verarbeiten. Deshalb wird es mit unedlen Metallen gekreuzt um die Härte oder um eine bestimmte Farbe herzustellen.
Durch Zusätze wird Gold nicht minderwertiger oder schlechter!
Das Anlaufen entsteht durch Zusatzmetalle wie z.B. Silber. Es entstehen chemische Reaktionen die sich nicht vermeiden lassen. Die chemischen Reaktionen werden meist von schwefelartigen Gasen, wie sie in jeder Umgebung (Luft) vorkommen, gebildet.
Als Beispiel nehmen wir einen 333er Goldring: Wie wir gelernt haben besteht er aus 333 Teilen Gold. Um die 1000 Teile aufzufüllen benötigen wir noch weitere 667 Teile z.B. Zink. Da der Ring jetzt hauptsächlich aus Zink besteht und Zink auf Ammoniak (welches in der Haut vorkommt) chemisch reagiert können wir das Anlaufen nicht vermeiden.
Die Aufbewahrung:
Bewahren Sie Ihren Goldschmuck am besten in einer verschließbaren Tüte oder einem Behältnis wie einer Schmuckschachtel, einem Schmuckkoffer oder einer Schatulle auf, damit der Schmuck nicht mit der Umgebungsluft in Verbindung kommt. Legen Sie Ihre Schmuckstücke bitte nicht in Watte, da es sich herausgestellt hat, dass dies schneller zum Anlaufen führt.
Sie können Ihren Schmuck jedoch in Alufolie aufbewahren, da die schwefelhaltigen Anteile dann einfach abgeblockt werden.
Wie am besten trage ich den Schmuck:
Am besten tragen Sie Ihren Schmuck auf der Kleidung. Auf der Haut befinden sich schädliche Stoffe wie Schweiß und andere Bestandteile.
Bitte halten Sie Ihren Schmuck von Parfum und Kosmetika fern, da die Inhaltsstoffe dem Schmuck schaden können.
Gehen Sie mit dem Schmuck nicht in Chlorwasser baden, da dies eine chemische Reaktion herbeileitet.
Im Handel erhalten Sie Goldreinigungstücher. Diese sind mit speziellen, reinigenden Substanzen und Poliermitteln imprägniert und garantieren eine für den Schmuck und eventuell enthaltene Steine schonende Reinigung.
Für Goldschmuck sind spezielle Reinigungsbäder und Reinigungspasten erhältlich. Diese sind jedoch meist hochgiftig bis ätzend. Eine Reinigung sollte daher nur mit Schutzhandschuhen unter größter Vorsicht erfolgen. Bitte beachten Sie hierzu unbedingt die Gebrauchsanleitung und bewahren Sie den Reiniger verschlossen und sicher vor Kindern auf!
Weitere Möglichkeiten zum Reinigen von angelaufenem Goldschmuck:
Leichte Verschmutzungen können meist mit einem kratzfreien Tuch, Geschirrspülmittel und einer alten Zahnbürste entfernt werden.
Baden des Schmucks in einem Ultraschall-Reinigungsgerät. Diese Geräte eignen sich auch für andere Schmuckarten und für Brillen.
Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihr Schmuck richtig und fachgerecht gereinigt wird, empfehlen wir Ihnen sich den Schmuck gegen einen Aufpreis von einem Juwelier in der Umgebung reinigen zu lassen.
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