Kreatives Silber

Seit es uns Menschen gibt schmücken wir uns. Schmuck ist Ausdruck des Wohlstandes und des gesellschaftlichen Status, er soll die Schönheit unterstreichen und hervorheben. Mit Schmuck drückt man sein ästhetisches Empfinden aus. Oder auch die Liebe und Zuneigung einem anderen Menschen gegenüber. Die Faszination des Schmucks ist an die verwendeten Materialien, die Schönheit intensiv glänzenden Silbers und seinen materiellen Wert gebunden. Silberner Schmuck erfüllt alle diese Kriterien. Silber ist schön, kostbar und faszinierend. Reines Silber (1000 Silber) ist zu weich, weshalb der Schmuck aus verschiedenen Legierungen mit Kupfer gefertigt wird. Zur Herstellung des Schmucks werden 950, 970 und 925 Silber verwendet. Silberschmuck liegt heute voll im Trend.

Silberschmuck - in Richtung Jugend


Als Ring, Armband, Kette oder Collier, als Anhänger, Uhrengehäuse, Brosche, Nadel oder Gürtelschnalle, als Haarnadel, Diadem, Piercingschmuck oder Ohrring - die aktuellen Modetrends für den Silberschmuck werden wohl auch durch den derzeit hohen Wert des Materials beflügelt, die fabelhaften Trends werden allerdings von den Silberschmuck-Designern gesetzt. Künstlerische Ambitionen und handwerkliche Perfektion, Professionalität, Ästhetik und erlesenes Material, heute auch in durchaus auch gewagten Kombinationen, machen Silberschmuck zum "Must have" für Junge und Junggebliebene. Silber ist das trendy Material für modernen Damen- und Herrenschmuck. Mit allen Outfits, von der Jeans über die Businesskleidung bis hin zur festlichen Abendgarderobe ist Silberschmuck kombinierbar. Seine Variabilität findet einen Höhepunkt besonders in dem neuen, mediterran inspirierten Pandora Silberschmuck: hier kann jeder durch Auswahl der Accessoires und Gestaltung des Armbandes selbst zum Schmuckdesigner werden und sein eigenes Unikat aus echtem Silber tragen.

Der besetzte Schmuck


Keinesfalls ist hier eine Form der Annexion gemeint. Silberschmuck mit Besatz ist vielmehr ein Hinweis auf die faszinierenden Kombinationsmöglichkeiten von Silber mit verschiedenen anderen edlen Materialien. Edelsteine, Strass, Zirkone, andere Edelmetalle, Porzellan, Pelmutt, Leder, Onyx oder Holz - Grenzen in den Gestaltungsmöglichkeiten gibt es scheinbar keine. Mit edelen Steinen besetzte Eheringe, Broschen und Anstecker mit einem Strassbesatz oder in einer Kombination mit Edelholz, Ohrschmuck aus Silber mit Gold kombiniert oder die silberne Schmuckuhr mit edelen Diamanten, die sich leicht zum "Ferrari am Handgelenk" entfaltet, sind Beispiele für Silberschmuck im Trend. Fashion Victims orientieren sich an den kontrastreichen Schmuckstücken von Bibi Alhaja, lieben die Macrame-Armbänder von Hultquist, Kopenhagen, oder den Pilgrim Schmuck - in Silber, im Trend.

Anhänger und Ketten - zeitlos oder sehr modern


Auch bei Anhängern und Ketten aus Silber sind den Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten nahezu keine Grenzen gesetzt. Zeitloses, geradliniges Design wie beispielsweise der skandinavischen Schmuckgestalter treffen auf opulente Gestaltung des Silberschmucks aus Italien oder Frankreich oder auf indianischen, sehr traditionsbezogenen Silberschmuck. Auch Mexikaner, Kelten, Maja, Inka und Azteken haben Einfluss auf die Gestaltung hier oft folkloristischen Silberschmucks, des gerade angesagten Ethno-Trends. Modedesigner Wolfgang Joop, Vivianna Torun Bülow-Hübe - die bedeutendste skandinavische Schmuckdesignerin - oder Barbara Quinze, vormals Becker, um nur einige wenige zu nennen, gestalten verführerisch schönen Silberschmuck. Neue Trends sind die Silberschmuck-Anhänger, bei deren Fertigung Silber mit organischen Materialien kombiniert werden: Aus der Asche Verstorbener hergestellte, verschiedenfarbige Diamanten mit unschätzbarem ideellen Wert und auch Anhänger, Anstecker und Ohrringe, die mit eigener DNA oder Blut gefüllt sind. So entsteht wertvoller, sehr individueller Silberschmuck. Halsketten und Anhänger sind als Symbolschmuck und zur unbegrenzten Kombination mit Garderobe, Anlass, eigener Befindlichkeit und Laune etc. prädestiniert. Auch Silberhalsketten gibt es in vielen verschiedenen Variationen und unterschiedlichen Längen: Die klassischen Formen als Schlangen-, Glieder-, Fuchsschwanz-, Chowker und Panzerketten, Designformen für Colliers und Halsketten in individuellerer Gestaltung und Materialkombinationen mit Edel- und Kunststeinen bis hin zum Mondgestein, zu Korallen, Muscheln und Perlen, oder das große, repräsentative Collier für die besonderen Anlässe.

Die besonderen Anlässe.


Silberschmuck passt immer. Silberschmuck ist elegant, sportlich, verspielt oder dominant - ganz nach Gusto. Silberschmuck kann Verbindungen, Glaubenshaltungen, Proteste und gesellschaftlichen Status offerieren oder einfach nur ein geliebtes eigenes Schmuckstück sein, von nichts abhängig und ohne jeden Anlass. Silberschmuck für besondere Anlässe ist oft geradezu symbolträchtig und wertvoll. Eheringe aus Sterlingsilber sind es, edelsteinbesetzte Colliers für den festlichen Abend sind es oder der schwere traditionelle Halsschmuck indischer Maharani ist es: Produkt vortrefflicher Godschmiedekunst.

Die Kunst des Goldschmieds, wie der Silberschmuck entsteht


Nicht massenhaft hergestellter, wenig individueller Silberschmuck sondern das Designobjekt bedarf der engen Zusammenarbeit von Designer, Goldschmied und Juwelier. Ideenskizzen des Schmuckdesigners, immer wieder überarbeitet, verworfen und nach neuen Inspirationen und der Beachtung sich ständig ändernder wirtschaftlicher und technischer Vorgaben wieder neu angefertigt, sind Beginn und Ausgangspunkt der künstlerischen und handwerklichen Herstellung exclusiven Silberschmucks. Sorgfältig werden Materialien ausgesucht und geprüft, immer wieder gibt es Detailabstimmungen. Dieser Prozess ist geprägt von der Kreativität der Beteiligten, der Goldschmied setzt die Vorlagen der Schmuckdesigner in höchster Präzision und Sorgfalt um. Vom Rohling bis zum fertigen Schmuckstück kommt die Goldschmiedekunst zum Tragen, eine Kunst , die sich erst nach Abitur und einer dreijährigen Ausbildung entwickelt. Sie setzt Kreativität, großes handwerkliches Können, Sachkunde und Liebe zum Material, dessen Wert und Bedeutung, Liebe zum anspruchsvollen Beruf voraus. Das Fassen von Steinen, das Vergolden und Polieren, Löten, Hämmern, das Gravieren oder Treiben - die speziellen handwerklichen Fähigkeiten des Goldschmiedes führen zum fertigen Schmuckstück.

Über den Umgang mit Silberschmuck


Man wird ihn gern tragen, wenn nicht, muss der Silberschmuck richtig aufbewahrt werden. Dunkel und geschützt vor den Schwefelwasserstoffen in der Luft, die mit dem Silber zu Silbersulfid reagieren, den Silberschmuck dunkel verfärben und unansehnlich werden lassen, sollte das Schmuckstück am besten in kleinen Druckverschlußbeuteln aufbewahrt werden. Hier kann noch ein kleines Stück Alufolie oder Schulkreide zugefügt werden. Der Silberschmuck sollte getrennt aufbewahrt werden. Die Juweliere legen die Schachteln für die Schmuckstücke mit Watte aus, die dann recht bald entfernt werden muss, um das Anlaufen des Silberschmucks nicht zu begünstigen. Beim Sport sollte das Silberschmuckstück nicht getragen werden, den Schweiß greift das Material an. Auch beim Schwimmen soll Silber nicht getragen werden, Chlor und diverse andere Inhaltsstoffe des Wassers schädigen das wertvolle Material. Völlig ungeeignet für den Silberschmuck sind die Ingredienzien von Make up, Haarspray, Parfum oder Deo und Bodylotion. Bitte den Silberschmuck erst nach dem Styling anlegen. Mechanisch oder vom Schweiß beschädigt werden kann Silberschmuck auch beim Schlafen. Dazu sollte der Silberschmuck abgelegt werden. Wird mit ihm derart umgegangen, glänzt Silber lange Zeit strahlend schön.

Reinigung und Pflege


Dem sorgfältigen Umgang zum Trotz soll der schöne Schmuck regelmäßig und schonend gereinigt werden. Jedes Stück soll einzeln gereinigt werden, unbekannte Lösungs- und Reinigungsmittel und auch die als Hausmittel bekannte Zahnpasta soll keinesfalls verwendet werden. Zahncreme schmirgelt und zerkratzt seiner Schleifstoffe wegen die wunderbar glänzende Oberfläche des Silbers. Zur Reinigung ist zunächst sehr mildes Seifenwasser ausreichend, sollte das Schmuckstück mit Steinen oder mit anderen Materialien kombiniert sein sollte ein entsprechender Fachmann die Reinigung übernehmen. Der Schmuck muss am Ende immer mit einem weichen, fusselfreien Tuch sorgfältig getrocknet werden. Silberschmuck mit Perlen sollte nach dem Tragen mit einem feuchten Tuch von Schweiß oder Ölen gereinigt werden, um den unvergleichlichen Perlenglanz lange zu erhalten. Diese Schmuckstücke sollen keinesfalls an sehr warmen oder trockenen Orten gelagert werden. Silberschmuck mit Perlen nie in einem Ultraschallgerät reinigen. Auch der silberne Perlenschmuck soll weder beim Schwimmen oder beim Sport und darüber hinaus nicht bei der Gartenarbeit oder beim Sonnen am Strand angelegt werden. Natürlich gibt es auch bewährte Hausmittel zur schonenden und gründlichen Reinigung des Silberschmucks. Das Mittel der Wahl ist Asche, die ausgezeichnet zu Reinigung polierter, glänzender Silberoberflächen geeignet ist. Bis das Schmuckstück schön strahlt muss es mehrmals mit einem weichen Tuch und der Asche eingerieben und poliert werden. Im Handel sind Poliertücher für Silber erhältlich. Sind die Verschmutzungen nicht sehr prägnant, sind diese Tücher ideal und ermöglichen effektiv und sauber das gewünschte glänzende Ergebnis. Ist das Silber stark angelaufen empfiehlt sich die Verwendung eines handelsüblichen Silber-Tauchbades, bestens auch zur Reinigung feiner Gravuren und anderer schwer zugänglicher Stellen geeignet. Extrem angelaufenen, verschmutzten Schmuck kann man mit speziellen Reinigungspasten behandeln. Diese Pasten werden aufgetragen, feucht bis zur Beseitigung aller Verschmutzungen verrieben, dann wegpoliert und abschließend wird wieder gründlich nachgetrocknet. Bei diesen Reinigungsarbeiten soll der aggressiven Inhaltsstoffe der Pasten wegen Handschuhe getragen und ansonsten die vom Hersteller empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang beachtet und befolgt werden. Hier noch ein Hausmittel, einer physikalisch-chemischen Installation nicht unähnlich und sehr effektiv: Aus 200 Gramm Salz und einem Liter heißem Wasser fertigt man, mit der gebotenen Vorsicht und keinesfalls in einer Metallschüssel, eine Salzlösung an. Aluminiumfolie wird zu einem kleinen Korb geformt. In dieses Körbchen legt man den zu reinigenden Silberschmuck und stellt ihn auf den Boden des Salzbades. Alle Verfärbungen lösen sich nun und der gereinigte Schmuck wird unter fließendem Wasser abgespült, im heimischen Spülbecken ist die Verwendung des Stöpsels eventuell sinnvoll. Abschließend wird wieder gründlich nachgetrocknet. Stücken einer rohen Kartoffel reinigen Silberoberflächen ebenso wie ein sehr heißes Bad aus Salmiakgeist und Kernseife. Ist der Silberschmuck sehr filigran, kann das feine Stück in einem Bad aus Sauermilch über 30 Minuten gedreht, gewendet und so perfekt gereinigt werden. Letztendlich wird auch bei diesem Hausmittel gespült, poliert und getrocknet. Satinierte Oberflächen werden sorgfältig und vorsichtig in Richtung der Struktur mittels geeigneter Bürsten oder Schwämme gereinigt. Hartnäckige Verschmutzungen werden unter Zuhilfenahme handelsüblichen Natron-Pulvers behandelt. Am Ende wieder Spülen und mit einem weichen, fusselfreien Tuch gründlich trocknen. Immer gilt: Schmuckreinigung muss vorsichtig und überlegt durchgeführt werden. Es ist nicht falsch, bei Unsicherheiten im Vorab fachmännischen Rat einzuholen. Der Lohn des Silbers ist sein strahlender Glanz.

 
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