Tscharoit

Chemische Formel: K(Ca,Na)2[(OH,F)/Si4O10] oH2O

Merkmale:

Härte: 5 - 6
Dichte: 2,54
Kristallsystem: monoklin
Spaltbarkeit: gut in 3 Richtungen
Bruch: uneben
Strich: weiß
Glanz: Glas- bis Seidenglanz

Farben: hell- bis dunkelviolett, fliederfarben

Vorkommen:

Bisher ist nur ein Fundort bekannt: das Murun-Massiv bei Olekminsk/Jakutien in Sibieren (Russland). Hier sind fast monomineralische Metasomatite am Kontakt von Alkalisyeniten mit Kalksteinen. Die Begleiter sind schwarzer Aegirin, orangebrauner Tinaksit, Quarz und Feldspat. Hieraus ergibt sich eine große farbliche und texturelle Vielfalt. Besonders begehrt ist der seidenglänzende Tscharoit (Charoit) mit radialfaseriger Textur.

Wissenswertes:

Erwähnt wurde der Tscharoit erstmals 1949 von V. G. Ditmar als lila Cummingtonit. Ca. 10 Jahre später begann die Verwendung des Steines für Schmuck, Gefäße und Ornamentsteine. Seinen Namen leitet man aus dem russischem ab. "Tschary" steht für zauberhaft, wegen seiner Schönheit ("die blaurote Sonne Sibiriens") und auch nach dem Fluss Tschara in der Nähe des Fundortes.

Wirkung:

Der Tscharoit stärkt angeblich das Herz, das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Er soll bei Schlafstörungen helfen und das vegetative Nervensystem stabilisieren. Weiterhin wirkt er gegen Allergien und Asthma, Probleme mit Augen, Herzen, Leber und Milz. Er gilt als krampflindernd und schmerzlösend. Der Tscharoit hat eine beruhigende Wirkung, befreit von Sorgen, baut Stress ab und hilft Ängste zu überwinden. Er gibt Schutz vor negativen Energien und eignet sich gut für sensible Menschen.

Wichtige Information:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die von uns im Lexikon angegebenen Auswirkungen und Heilwirkungen auf Körper und Geist lediglich auf rein erfahrungswissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Sie sind bisher nicht wissenschaftlich belegt worden und dienen lediglich der Orientierung und Erfahrungssammlung. Sie ersetzen nicht den Gang zum Arzt.

 
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